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Schalke vs Doofmund

Blau und weiß gegen schwach gelb. Ich fass es nicht, mir wird seltsam flau in der Magengegend. Wie eine 45jährige Walkering der man zuvor die Stöcke geklaut hat, bahne ich mir meinen Weg zum Luxusklo auf das selbst Dieter Bohlen stolz wäre. Einlass nur mit Kundenkarte, auf der sämtliche Daten von mir und meinem Leben gespeichert sind.

Pfefferstübchen

Klaus und ich sind wieder Konkurrenten, und das grade bei den Derbianern der Neuzeit. Die Mutter aller Derbys. Als ich grade wieder mein Bier ansetze und mit erotischer Stimme meine nächste PCM bestelle, vibriert etwas in meiner Hose. Ich schließe die Augen und genieße es.
Unsanft werde ich aus meinen Träumen gerissen: „Täläfon Jochen“, ruft Klaus. Er hat ja immer so recht.
Ich nehme ab: “Jochen Enax, Import, Export, Frauenversteher. Wie kann ich ihnen weiterhelfen?“
Die Stimme mit seltsamen Akzent am anderen Ende säuselt: „Müller hier…“
„Anton? Der von Müller Milch“, erwidere ich.
„Nein, der aus der Arena auf Schalke. Wir kennen uns bereits aus Deiner Zeit auf Schalke….“
Was soll ich sagen? Mirko Slomka hat seinen Job als Trainer an den Nagel gehängt und jobbt jetzt bei H&M in Gelsenkirchen Buer. Warum? Das weiß keiner – nur die Polin.
Wie von der Tarantel gestochen springe ich auf mein Höllenfahrzeug und gebe Gas.

Währenddessen singe ich „Ich will Spaß, ich geb Gas…geb Gas, geb Gas.“ Mit der linken Hand gebe ich Gas, mit der rechten halte ich mein Veltins. Einen Anhänger für den üblichen Kasten Bier habe ich noch nicht. Ganz im Gegensatz zu meinem verkommenen Bruder. Bin mal gespannt wie die Pleitegeier aus Dortmund ihn ansprechen. Großartige Erfahrung im Trainergeschäft hat er ja noch nicht. Was solls – ich heize erstemal mit 40kmh über die Autobahn Richtung Gelsenkirchen Buer. Schalke ich komme…
KLAUS ENAX:

Mittwoch, morgens 13:00 Uhr

Noch einmal umdrehen…. Kostet ja nix

Mittwoch, morgens 13:42 Uhr

Im Halbschlaf nehme ich wieder diese Schritte war, die sich langsam auf mich zu bewegen, verbunden mit dem Klimpern der Flaschen, erzeugt durch die Füße die sie anstoßten. Betrunken von Schlaf und Alkohol lalle ich „Mama, lass mich schlafen…ist noch zu früh!“….keine Antwort…eine fest zugreifende  Männerhand fasst mich an der Schulter. Was wollte sie schon wieder von mir???  „„Mama, lass mich schlafen!!“… Eine Stimme entgegnet mir „Sind sie Klaus Enax?  Sohn eines marokkanischen Kamelwäschers und einer polnischen Spargelstecherkönigin?“ Mit Anstrengung versuche ich meine vor schlaf und allerlei Anderem zugeklebten Augenlider zu öffnen. Verschwommen nahm ich 2 Herrschaften in Anzügen war. Einer hatte eine seltsame lange, gegelte Haare und lispelte, der andere gar keine und trug eine rote Brille.
„Was meine Mutter betrifft haben sie durchaus recht, bei meinem Vater vielleicht auch!“
„Herr Enax sie werden heute Abend beim Goooooo Yellow Halbzeitspiel bei der Partie BVB gegen Wisla Krakau teilnehmen und gewinnen!“
„Was wollt Ihr, es gibt 2 Dinge Freunde die ich machen muss und das ist aufs Klo gehen und sterben!“
„Herr Enax das haben nicht sie zu entscheiden! Denken sie an gestern Abend!“

Das war der Zeitpunkt an dem Ich wieder einschlief.

Mittwoch, morgens 16.34 Uhr

Als ich wieder aufwachte fand ich ein Ticket in der Brusttasche meines Blaumanns der gleichzeitig auch mein Pyjama war. Ungewaschen begab ich mich auf den Weg von Marl nach Dortmund. Was mit dem Auto in 30min erreichbar war dauerte mit der Zündapp ZS25
3 Stunden…

Mittwoch, abends 19.44 Uhr

Leicht angewidert schauten die anderen Zuschauer als sie neben mir Ihren Platz auf der Ehrentribüne einnahmen. Vor mir flüsterten sie sich irgendwas zu und zeigten immer wieder nach oben, ich suchte immer die Person hinter mir auf die sie zeigten, konnte sie aber nicht finden.

Mittwoch 09.07.2006 , abends 20.00Uhr

Borussia Dortmund – Wisla Krakau

Anstoss!

Die Borussia begann mit einem Sturmlauf, der aber sofort wieder in  einem Konter für Wisla endete. Jakub Blazi – schiessmichtot lief unaufhaltbar von der Mittellinie auf das Tor von Roman Weidenfeller zu. Ein Distanzschuss in den Linken Giebel und es stand 0:1! Was ein Tor!
Borussia kam daraufhin zu zwei Großchancen durch Florian Kringe. Der Druck nahm zu und der BVB erziehlte durch eine gelungene Einzelaktion durch Alex Frei das 1:1. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich am Bierstand im Stadion. Aus dem verschwommenem Augenwinkel nahm ich wieder zwei Herren in Anzügen war. „Herr Enax, es ist gleich so weit!“ Sie trugen mich an den Oberarmen an den Spielfeldrand. Von dort aus sah ich wie Pawel Brozek in der 35 min das 1:2 erzielte.

Halbzeit!

Norbert Dickel stürmte auf den Platz und präsentierte den Fans merklich unangenehm das „Goooo Yellow!“ Halbzeitspiel. Ziel war es von dem Mittelpunkt des Spielfeldes einen Ball in den Kofferaum eines Autos zu schießen welches sich an der Eckfahne befand.  Dickel, verpflichtet alle 5 Sekunden den Namen des Sponsors zu singen zog mich vom Spielfeldrand in den Mittelkreis!

„Hier ist der Kandidat für das heutige „Goooo Yellow“ Halbzeitspiel, Gooo Yellow! Klaus Enax!“. „Ihr Gewinn wenn sie treffen: Begleiten sie die Mannschaft als Trainer zum Auswärtsspiel Bröndby Kopenhagen gegen den BVB! und nun GUT SCHUSS!“

Mit dem Bierbecher in der rechten Hand peilte ich einen der zwei verschwommenen Bälle vor mir an und zog ab! Der Ball flog ca. 30m weit in Richtung Eckfahne.  Hüpfend begab sich der Ball in den Kofferraum des sich seltsamer Weise rückwärts fahrenden Wagens!

„Herzlichen Glückwunsch! Gooo Yellow Herr Enax! Sie sind Trainer für ein Spiel!“

jetzt kommentieren? 28. Februar 2007

Wer meine Wurst kennt, der geht niemals fremd

jetzt kommentieren? 19. Februar 2007

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

jetzt kommentieren? 15. Februar 2007

…es bleibt in der Familie…

jetzt kommentieren? 13. Februar 2007